12.05.2017 | Kakao

Geburtstagskuchen angeknabbert

Kleine Alltagsprobleme

Sarah Bingham

Jedes Jahr, am 12. Mai, hat Mama Geburtstag. Als fleißiger Hausmann dachte ich, da lässt sich doch sicher was machen. Seit ich Brot backe schaffe ich es nicht mehr einen vernünftigen Kuchen hin zu bekommen, also klare Entscheidung für die Backmischung. Mein Plan war: Während die Großen in der Schule bzw. im Kindergarten sind, backe ich den Kuchen, die Kurzen sollten ihn dann verzieren. Zweimal Herzform und zweimal rechteckig. Soweit so gut. Nur wie erkläre ich einem 2,5 jährigem das der Kuchen für Mamas Geburtstag ist und nicht zum sofort aufessen?

Irgendwie gar kein einfach zu lösendes Problem. Was ist morgen, wann ist morgen und wenn der Kuchen so lecker ist, warum dann warten? Ganz tränenfrei habe ich die Situation leider nicht lösen können. Ich hatte mehrmals versucht Jakob zu erklären, was mit dem Kuchen passieren soll und das wir ihn Mama morgen schenken wollen um ihn dann zu essen. Manchmal passiert es das ich so ernst mit den Kindern spreche, das sie anfangen zu weinen. Ich hab Jakob dann getröstet und nochmal erklärt. Und essen lassen. Ist schließlich nur Kuchen gewesen. Auch wenn Jakob quatsch wie ein Großer, gerade mit in der Zukunft liegenden Ereignissen kann man so ein Kind sehr schnell ungewollt überfordern. Was sind für uns Erwachsene schon ein paar Stunden oder Tage? Wie lange waren nochmal die Sommerferien in der Grundschule? 3 Jahre? Das Herz, das Jakob verziert hat, haben wir Mama also etwas angeknabbert übergeben.


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