17.04.2017 | Kaffee

Du bist nicht mein Papa!

Vater lässt sich Brüste implantieren

©Katharina Wieland Müller/pixelio.de

Viele Stiefväter kennen diesen Satz nur zu gut. Ein Mann aus Verl bei Bielefeld hatte die Nase voll und sich in einer aufwändigen Operation Brüste implantieren lassen. Im Interview sagte Hubert K.: "Das war mir den Spaß wert. Jetzt schauen die Jungs auf der Straße nicht mehr ihr sondern mir hinterher. Bei den Hupen kein Wunder!" Körbchengröße DD, dazu ein glatt rasierter Schädel und stämmige Schultern lenken den Blick fast unweigerlich auf ihn. Seine Familie hat Hubert K. übrigens mit dem neuen Dekolleté überrascht: Getarnt hat er seinen Ausflug in die plastische Chirurgie als Dienstreise. "Die haben nicht schlecht gestaunt als ich im Dirndl in der Haustür stand!"


Und die Busen?

Eigentlich haben Busen mit dem Thema glaube ich gar nix zu tun. Außer das die Tochter jetzt noch mehr recht hat wenn sie ihren berühmten Spruch aufsagt. Anna macht das zum Glück nur sehr selten. Aber wenn dann ist auf die Zunge beißen und kurz innehalten angesagt. Nicht weil ich es schlimm finde das sie mich nicht Papa nennt. Ganz im Gegenteil, ich fände es ziemlich merkwürdig wenn sie ihre Herkunft verleumden würde. Aber ihr Vater wohnt sehr weit weg und bekommt von unserem Alltag hier nicht viel mit. Ich sehe wie Anna sich entwickelt, versuche sie zu verstehen, berate mit meiner Frau über mehr oder weniger wichtige Entscheidungen und versuche ihr manchmal  einen anderen Blickwinkel zu geben. Als leiblicher Elternteil sieht man manche Dinge halt doch etwas anders. Da kann so ein Spruch schon mal zu akut geschwollenem Hals führen. Aber auch wenn zwei Menschen wie Anna und ich kaum unterschiedlicher sein könnten und uns das auch regelmäßig auf's Brot schmieren, irgendwie kommen wir eigentlich gar nicht so schlecht miteinander aus. Und so bin ich halt ein Zwitter-Papa.


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